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Nicht ärgern, Jannik. Auswärtssieg!

Freitag, 4. September 2026 · 19:00 UhrKreisliga Staffel A, 7. Spieltag

Schiedsrichter: Anastasija MotzigkeitLinienrichter: Lias Koplin, Klaus Heinrich Blomenkamp

90

Spielbericht vom 5. September 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Der VfL war ausnahmsweise bereits am gestrigen Freitagabend beim SC Harsum 2 zu Gast. Bei strömendem Regen, aber nichtsdestotrotz guten Platzverhältnissen, reiste der VfL erneut ersatzgeschwächt und mit einigen angeschlagenen Spielern an. Zusätzlich musste die Mannschaft auf Chefcoach Christian Knöbl verzichten.

    Der Beginn der Partie meldete beide Mannschaften direkt einmal an. Zunächst gehörten die ersten Möglichkeiten dem VfL. Ein langer Ball von Lennard Dalsch erreichte Michael Eisenacher. Dieser setzte sich über außen durch und brachte die Kugel ins Zentrum zu Kapitän Nadim Manasra. Manasra kam zwar zum Abschluss, doch Harsum konnte blocken. Unmittelbar danach versuchte es Mike Sander, zielte jedoch etwas zu weit nach links.

    Kurze Zeit später musste dann auch Keeper Ayham Aichaoui erstmals wachsam sein. Einen Steckball fing er allerdings rechtzeitig ab.

    Im weiteren Verlauf bekam der VfL nicht die gewünschte Ruhe und Sicherheit in sein Spiel, sondern agierte mitunter zu hektisch. In der 25. Minute sollte sich das kurzzeitig ändern – und prompt wurde es gefährlich. Der Ball wurde verlagert und landete bei Max Knöbl, der ihn kraftvoll ins Zentrum brachte. Ein Harsumer Verteidiger konnte jedoch klären.

    Kurz darauf folgte die bis dahin größte Gelegenheit für den VfL. Knöbl setzte sich zunächst überragend auf außen durch und ließ mehrere Gegenspieler stehen. Schließlich tauchte er aus halbrechter Position frei vor dem Harsumer Keeper auf. Aus unserer Sicht übersah er dabei leider den völlig blank stehenden Mike Sander im Zentrum und suchte selbst den Abschluss – links vorbei.

    Und zumindest für den Moment sollte das bekannte Sprichwort „Wer die Dinger vorne nicht macht, bekommt sie hinten“ zur Geltung kommen. Im direkten Gegenzug erarbeitete sich Harsum eine Ecke. Diese flog durch den Fünfmeterraum und landete irgendwie bei einem Harsumer, der den Ball gefühlt nur abbekam und damit zur 1:0-Führung traf.

    Doch der VfL ließ sich davon nicht beeindrucken.

    Direkt nach dem Anstoß bot sich die gute Gelegenheit zum Ausgleich. Wieder setzte sich Knöbl stark über außen durch und sah diesmal Sander im Rückraum. Doch dessen Versuch geriet zu hoch.

    In der 31. Minute folgte die nächste Möglichkeit. Knöbl schlug am gegnerischen Strafraum einen Haken und suchte anschließend zielstrebig den Abschluss. Dieser wurde allerdings zur Ecke abgeblockt.

    Kurz vor der Halbzeit dann noch einmal eine gute Gelegenheit für die Erste. Über Hamid Jafari landete die Kugel bei Sander. Der schlug zunächst einen Haken und stand anschließend aus halblinker, recht spitzer Position vor dem Keeper. Mit links zog er ab, doch der Schlussmann war mit einer Fußabwehr zur Stelle.

    Halbzeit.

    Wenngleich die Chancen vorhanden waren, war es bis dahin grundsätzlich kein gutes Spiel des VfL im eigenen Ballbesitz. Dementsprechend bestand die Hoffnung, dass sich das nach der Halbzeitansprache ändern würde.

    Doch zunächst geschah das Gegenteil. Die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs wurden komplett verschlafen.

    Zunächst rutschte ein Ball durch die VfL-Defensive, sodass Aichaoui retten musste. In der 51. Minute fiel dann sogar vermeintlich das 2:0 aus Harsumer Sicht. Glücklicherweise entschied das Schiedsrichtergespann auf Abseits – eine offenbar äußerst knappe Entscheidung.

    Nach diesen zehn Minuten fing sich der VfL jedoch wieder. In der 55. Minute setzte sich Knöbl im Strafraum stark durch und ließ zwei Gegenspieler stehen. Sein Schuss wurde zur Ecke abgewehrt.

    In der 59. Minute dann endlich der Ausgleich. Einen Freistoß aus dem Halbfeld bekam der Gastgeber nicht vernünftig geklärt. Mika Lupas brachte den Ball erneut ins Zentrum. Dort stand Eisenacher, der die Kugel per Kopf dorthin zurückbeförderte, wo sie hergekommen war – genau in die Mitte. Dort lauerte Jonata Pedro und drosch den Ball aus kürzester Distanz zum 1:1 in die Maschen.

    In der 64. Minute bot sich dann sogar die Gelegenheit zur Führung. Der VfL kombinierte sich stark durch die gegnerischen Reihen, sodass letztlich Henri Will frei durch war. Will versuchte es aus spitzem Winkel selbst, traf das Tor jedoch nicht. Im Zentrum stand Manasra einschussbereit frei. Am Ende war es wohl ohnehin Abseits – dennoch war der VfL nun endgültig in der Partie angekommen.

    Unmittelbar danach folgte die nächste Großchance. Eisenacher brachte den Ball von außen an den Elfmeterpunkt, wo Manasra direkt abschloss. Der Keeper bekam jedoch gerade noch rechtzeitig die Fäuste hoch und lenkte den Versuch zur Ecke.

    Der VfL spielte nun endlich konsequent Fußball. Folgerichtig fiel die Führung. Einen langen Ball konnte ein Harsumer Verteidiger nicht kontrollieren. Knöbl antizipierte die Situation hervorragend, war plötzlich frei durch und blieb vor dem Tor eiskalt. Mit einem präzisen Abschluss ins kurze Eck stellte er auf 2:1 für den VfL.

    In der 73. und 74. Minute boten sich direkt die Möglichkeiten, auf 3:1 zu erhöhen. Zunächst musste der Harsumer Schlussmann einen Abschluss von Sander parieren, ehe Manasra aus der Drehung nur knapp vorbeischoss.

    Anschließend kam es beim Gastgeber zu einer längeren Verletzungsunterbrechung – an dieser Stelle gute Besserung –, die den Spielfluss etwas herausnahm.

    Danach versuchte Harsum noch einmal, den Druck zu erhöhen. So kam es in der 89. Minute zur großen Gelegenheit auf den Ausgleich. Plötzlich war ein Harsumer Angreifer frei durch und stand allein vor Aichaoui. Er traf den Ball gut und zielte auf das lange Eck. Doch Aichaoui reagierte weltklasse, wehrte mit dem Fuß ab und hielt damit die Führung fest.

    Kurz vor Schluss gab es noch einmal einen Freistoß aus etwa 24 Metern. Dieser kam flach und hart auf das Tor. Doch auch diesmal war Aichaoui zur Stelle – und hielt damit endgültig den Sieg fest.

    Auswärtssieg!

    Somit gewinnt der VfL auch das nächste Spiel, obwohl die Mannschaft längst nicht an ihrem eigenen Maximum spielte. Angesichts der zahlreichen Ausfälle und angeschlagenen Spieler ist das sicherlich ein Stück weit nachvollziehbar.

    Nach zwei ganz schwierigen Saisons in Folge verbringt der VfL nach dem Sieg am Freitagabend nun bereits die zweite Nacht in Folge auf Tabellenplatz zwei. Natürlich bleibt das zunächst nur eine Momentaufnahme, schließlich greift ein Teil der Konkurrenz erst am Sonntag wieder ins Geschehen ein. Dennoch ist es ein schönes Zwischenresultat und vor allem ein Ergebnis der Arbeit, die die Mannschaft in dieser Saison Woche für Woche investiert.

    Somit steht zumindest auf dem Papier am kommenden Mittwoch ein echtes „Topspiel“ auf dem Programm – wobei der VfL natürlich weiß, wo er herkommt. Dann gastiert der Ligaprimus im Erich-Schneider-Stadion. Dort hat die Erste in dieser Saison bislang noch kein einziges Gegentor kassiert.