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Last-Minute Sieg für den VfL

Dienstag, 18. August 2026 · 19:00 UhrKreisliga Staffel A, 4. Spieltag
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Spielbericht vom 19. August 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Was für ein Spiel am Dienstagabend! Gegen die gut in die Saison gestartete SG Schellerten/Oedelum/Ottbergen hatte der VfL die erwartet schwierige Aufgabe vor der Brust.

    In der 5. Minute war es Ismail Manasra, der den VfL erstmals in dieser Partie anmeldete. Nach einer Verlagerung von Florian Henkel auf die rechte Seite legte sich Manasra das Spielgerät auf seinen starken linken Fuß und schloss flach ins lange Eck ab. Der Keeper der SG, Connor Joel Nitschke, konnte jedoch zur Ecke abwehren.

    Nur drei Minuten später wurde auch Keanu Böhm erstmals auf die Probe gestellt. Nach einem langen Ball hinter die Kette erkannte Böhm die Situation rechtzeitig und klärte den Ball mit dem Kopf.

    In der Folge spielte sich die Partie zunächst hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab, ehe es in der 21. Minute die erste große Gelegenheit gab. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld befand sich die Nordstemmer Mannschaft kollektiv im Mittagsschlaf, sodass die SG völlig unbedrängt aus kurzer Distanz zum Abschluss kam. Doch Böhm war zur Stelle und parierte stark.

    Während die Partie zunehmend intensiver wurde und die Zweikämpfe zunahmen, gab es in der 35. Minute die größte Chance der ersten Halbzeit. Nach einem gut getimten Steckball von Max Knöbl war Mike Sander auf und davon. Sander lief alleine auf Nitschke zu, doch der SG-Keeper behielt die Oberhand und vereitelte den etwas zu ungenauen Abschluss zur Ecke.

    Kurz vor dem Halbzeitpfiff sollte die SG noch einmal zu einer Torannäherung kommen. Nach einer Ecke kam ein Spieler der Gäste aus spitzem Winkel zum Abschluss. Diesen traf er zwar satt, aber etwas zu ungenau, sodass der Ball über den Kasten ging.

    Somit ging es torlos in die Katakomben.

    Die erste nennenswerte Aktion der zweiten Halbzeit war eine Gelbe Karte für den Gästeverteidiger Phil Buchheister, der nach einem harten Einsteigen nahe der Außenlinie zu Recht verwarnt wurde. Ebenjener Buchheister war es dann, der in der 57. Minute als letzter Mann den aufs Tor stürmenden Henkel regelwidrig stoppte. Ob das zwingend glatt Rot ist, sei mal dahingestellt – Gelb ist es aber definitiv und hätte somit einen Platzverweis zur Folge gehabt. Es gab jedoch keine Karte, dafür aber einen Freistoß aus bester Position. Naja, der wiederum schafft es aufgrund mangelhafter Ausführung nur bedingt in diesen Bericht.

    Was soll’s, weiter geht’s.

    In der 64. Minute dann die vermeintliche Führung für den VfL. Einen Freistoß aus halbrechter Position brachte I. Manasra flach und scharf aufs Tor. Die Gäste bekamen den Ball nicht entscheidend geklärt, sodass dieser über Jonata Pedro zu Kian Blanke gelangte. Blanke schloss platziert ins kurze Eck ab – keine Abwehrchance für Nitschke: 1:0!

    Daraufhin gab es allerdings einige Beschwerden der Gäste, da Pedro zuvor im Abseits gestanden haben soll. Der Linienrichter hatte zunächst nichts angezeigt und auch die Schiedsrichterin ließ weiterspielen. Als beide Mannschaften bereits zum Anstoß bereitstanden, suchte die Unparteiische dann doch noch einmal das Gespräch mit ihrem Assistenten. Nach einer zwei- bis dreiminütigen Besprechung wurde der Treffer nachträglich – und ganz ohne Unterstützung des VAR – zurückgenommen. Unabhängig davon, ob tatsächlich eine Abseitsstellung vorlag oder nicht, zumindest eine ungewöhnliche und aus VfL-Sicht etwas unglückliche Handhabung der Situation.

    Wie dem auch sei: weiter ging’s.

    In einem für den neutralen Zuschauer spannenden und guten Flutlichtspiel sollte anschließend die SG die ganz große Gelegenheit bekommen. Nach einer Ecke stand ein Gästespieler fünf Meter vor dem Nordstemmer Kasten mutterseelenallein. Davon schien er selbst ein wenig überrascht zu sein und setzte den Kopfball, der eigentlich nur noch aufs Tor kommen musste, über den Kasten.

    Nur drei Minuten später folgte die nächste Gelegenheit für die Gäste – erneut nach einem Standard. Diesen bekam die VfL-Defensive wieder nicht entscheidend geklärt, doch der anschließende Abschluss ging letztlich relativ deutlich über das Tor.

    In der 84. Minute dann noch einmal eine Halbchance für den VfL. Eine von Sander getretene Ecke köpfte Lennard Dalsch an den Außenpfosten.

    Es sollte vier Minuten Nachspielzeit geben – und in diesen sollte die Partie tatsächlich noch einen Sieger finden. Erfreulicherweise, jedenfalls aus unserer Sicht, sollte dieser Last-Minute-Sieger der VfL sein.

    Über I. Manasra gelangte der Ball auf die rechte Seite zum eingewechselten Henri Will. Will brachte den Ball hoch ins Zentrum, wo unter anderem Sander wartete. Dieser saugte das Spielgerät förmlich an, behauptete es mit dem Rücken zum Tor und brachte den Ball anschließend im langen Eck unter.

    1:0 für den VfL – und grenzenloser Jubel in der Nachspielzeit!

    Damit bleibt der Trend beim VfL positiv. Gegen einen guten Gast konnte man sich am Ende – auch mit Blick auf den zuvor aberkannten Treffer – durchaus verdient durchsetzen, wenngleich diese Partie eigentlich keinen Verlierer verdient gehabt hätte.

    Auch wenn einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns auf beiden Seiten durchaus für Diskussionsstoff sorgten, sollte dies eine insgesamt gute und intensive Partie nicht überschatten. Für den neutralen Zuschauer hatte das Flutlichtspiel einiges zu bieten – mit dem aus Nordstemmer Sicht natürlich schöneren Ende.